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Erika Lux mit
Peter Schreier


Erika Lux mit
Yehudi Menuhin


Erika Lux mit
Andor Izsák in der
Berliner Philharmonie


Erika Lux bei einem
Konzert in Brüssel

Die Pianistin Erika Lux,  in Budapest (Ungarn) geboren, entdeckte im Alter von drei Jahren das Klavier für sich. Bereits zwei Jahre später trat sie öffentlich auf und führte mit zwölf Jahren Mozarts Klavierkonzert F-Dur KV 459 auf. Ihr 16jährig begonnenes Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Budapest schloss sie „summa cum laude“ und mit dem „Grand Prix“ ab.

Mit 19 Jahren erzielte sie als Preisträgerin beim Liszt-Bartók-Wettbewerb einen  wegweisenden Erfolg. Weitere Auszeichnungen folgten, darunter Spitzenpreise beim Münchener ARD-Wettbewerb, beim Debussy-Wettbewerb in seinem Geburtsort, Saint-Germain-en-Laye und beim Madame Butterfly Wordwide Piano Competition in Tokio. Der Ungarische Rundfunk zeichnete sie für ihre Live-Konzerte und Einspielungen u.a. mit Werken von Prokofjev aus, der Landkreis Augsburg verlieh ihr den Kunstpreis.

Sie perfektionierte ihr Können bei vielen Meisterkursen namhafter Pianisten, u.a. bei Wilhelm Kempff, der über sie schrieb:  „Ihre Interpretation der Beethoven-Sonate op. 101 ist mir unvergessen. Es war eine in jeder Hinsicht überzeugende Darstellung dieses schwierigen Werkes.“

Ihre künstlerische Tätigkeit  führte Erika Lux in internationale Konzertsäle, u.a. zu Festspielen in Salzburg, Flandern und Paris. Sie trat mit großen Orchestern wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem NHK Tokio, dem Tivoli-Orchester Kopenhagen, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit den Bamberger Symphonikern und den Dresdner Philharmonikern auf.

Unter der Leitung von Lord Yehudi Menuhin führte sie anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn Beethovens Klavierkonzert C-Dur op. 15 auf. Zusammen mit Peter Schreier gab sie im Cuvilliés-Theater München ein vielbeachtetes Konzert mit Liedern von Beethoven und deren Lisztschen Klaviertranskriptionen.

Als international renommierte Interpretin für ungarische Musik konzertierte Erika Lux u.a. in Paris, London, in der Schweiz, Italien, Österreich, in der ehemaligen Sowjetunion, in Norwegen, Polen, Japan und Kuba. Sie gestaltete solistisch und gemeinsam mit der Sängerin Julia Hamari das legendäre Bartók-Gedenkkonzert 1988 in München, das der Bayerische Rundfunk anlässlich der Sargüberführung mit den sterblichen Überresten des Komponisten aus New York nach Budapest ausrichtete.

Anlässlich des 50. Todestages von Béla Bartók 1995 führte sie sein 3. Klavierkonzert mit der NDR Radiophilharmonie auf.

Fernseh- und Rundfunkanstalten in ganz Europa und in Übersee haben ihre Konzerte gesendet sowie Aufnahmen mit ihr produziert.
Beim Schallplattenlabel HUNGAROTON liegen ihre zahlreichen Einspielungen mit Werken von Bartók, Brahms, Haydn, Liszt, Ravel und Skrjabin vor.
Das Ungarische Fernsehen drehte 2009 einen Portrait-Film über sie  („Arcélek“ http://kereso.nava.hu/document/play/id/89245)

Als Liszt-Interpretin  hat sich Erika Lux weltweit einen Namen gemacht. Sie eröffnete in Ungarn die Konzertreihe des Liszt-Jubiläumjahres 1986. Der Bayerische Rundfunk übertrug ihr Liszt-Rezital zum 100.Todestag des Komponisten mit Welturaufführungen.

Zu ihrem Repertoire gehört das äußerst selten zu hörende Opus 1 des Komponisten, die Urfassung der späteren Transzendental-Etüden. Mit diesem Werk, neben weiteren Raritäten, wie die Transkriptionen der Gellert-Lieder von Beethoven, legte sie zwei CDs im Liszt-Jahr 2011 vor. Anlässlich des 200. Geburtstags von Franz Liszt spielte Erika Lux einen Soloabend in New York, beim Bebersee-Festival und beim Euro Music Festival in Wuppertal.

Sie ist Gründungspräsidentin der Deutschen Liszt Gesellschaft und Trägerin der Franz-Liszt-Medaille, die ihr von der ungarischen Regierung verliehen wurde.

Ihr künstlerisches Interesse  erstreckt sich über viele Themengebiete. Ein besonderes Engagement gilt Debussy und Ravel, ihre Sololiteratur, die Klavierkonzerte und Kammermusik faszinieren die Künstlerin. Es sei eine der größten pianistischen Herausforderungen, so Erika Lux, die impressionistische Farbgebung dieser Kompositionen auf dem Klavier umzusetzen.

Sie transkribierte Lieder von Hugo Wolf für Klavier.

Ein ihr gewidmetes Werk von Robert Wittinger brachte Erika Lux 2004 im Palazzo Ricci in Montepulciano zur Uraufführung.

Kammermusik nimmt für Erika Lux einen wichtigen Stellenwert ein. Seit ihrer Jugendzeit musiziert sie in wechselnden Besetzungen, u.a. mit den Solisten der Münchner Philharmoniker. Beim „Music Summer Festival“ in New York 2011 trat sie mit Mitgliedern des Orpheus Chamber Orchestra auf.

Erika Lux forscht gezielt nach zu Unrecht vergessenen Kompositionen vor allem jüdischer Komponisten und bringt sie im Rahmen von besonderen Konzertprogrammen zur Aufführung, so beim Jüdischen Festival in Budapest (2001), im Schumann-Saal in Düsseldorf (2005) und in der Berliner Philharmonie (2008). Hier spielte sie die von ihr entdeckte Hebräische Rhapsodie von Louis Lewandowski. Im Bösendorfer –Saal in Paris konzertierte sie mit Klavierwerken des fast völlig vergessenen Komponisten Charles Valentin Alkan.

Für ihren Klavierabend „Deutsche Wurzeln in der israelischen Musik“ arbeitete sie auch einen instruktiven Vortrag aus.

Zu den Entdeckungen / Forschungsergebnissen  von Erika Lux gehört u.a. das vielschichtige Oeuvre von Moritz und Alexander Moszkowski. Neben einer „Valse brillante“ zu acht Händen hat sie eine Parodie über eine Faust-Szene mit dem Titel „Anton Notenquetscher“ zur Uraufführung gebracht, gemeinsam mit dem bekannten Schauspieler Alexander May.

Im Jubiläumsjahr 2004 anlässlich des 150. Geburtstages von Moritz Moszkowski, trat Erika Lux in Breslau (Wroclaw), der Geburtsstadt des Komponisten,  mit dessen Klavierkonzert E-Dur op. 59 auf; es war gleichzeitig die Aufführung des 50. Klavierkonzertes im großen Repertoire der Künstlerin.

Die Klavierprofessorin  Erika Lux ist seit 1990 ordentliche Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sie ist Mitglied in zahlreichen Wettbewerbsjurys. Ihre pianistische und pädagogische Kompetenz stellt sie in den Dienst von internationalen Meisterkursen, die sie regelmäßig weltweit gibt. Darüber hinaus veranstaltet sie Kurse und Wettbewerbe für Prima-Vista-Spiel.

 


Erika Lux mit Ihrem Meisterkurs in Montepulciano 2006